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Sozialtraining in den Klassen 3, - jetzt auch mit einem Karate - Workshop

 

 

 

            Rotary-Club Wangen -  Isny – Leutkirch unterstützt das Sozialtraining in den Klassen 3

Von links oben: Heinz Bucher, (Past Assistent Governor), Präsident Stefan von Klebelsberg, Enis Imeri (Karateschule), Lehrer Vazquez Linares  und untere Reihe: Schulsozialarbeiter Wolfgang Hinze, Schulleiter Harald Strittmatter und Past Präsident Karl-Heinz Weiler.

März 2017

 

Rotary-Club Wangen -  Isny – Leutkirch unterstützt erneut

das Sozialtraining in den Klassen 3

 

Sozialtraining und systemische Mobbingintervention sind Bausteine innerhalb des

bundesweit renommierten Präventionsprogramms Konflikt-KULTUR.

Drei Säulen des Präventionsprogramms Sozialtraining an der Grundschule am

Rain Isny

Säule 1 : Das grundlegende Training in Klassenstufe 3

Das Sozialtraining selbst umfasst zwei Projektvormittage je Klasse. Eine

Mobbingintervention wird integriert, sofern eine entsprechende Problematik

offensichtlich wird. Eine nachhaltige Entwicklung und darüber hinausgehende

Begleitung und Übernahme ausgewählter Methoden des Sozialtrainings in den

Schulalltag wird zunächst durch die Schulsozialarbeit und fortführend durch die

Klassenleitung geleistet.

Im Rahmen eines Entwicklungsprozesses des Sozialen Lernens hin zu einem

aufeinander abgestimmten Präventionskonzept an der Grundschule am Rain ist das

Sozialtraining in der Klassenstufe 3 verankert. Es wird im Team durch eine

ausgebildete Lehrkraft und die Schulsozialarbeit durchgeführt.

 

 

 

Ziel und Inhalt des Sozialtrainings ist eine gute Klassengemeinschaft. In der Arbeit

mit der Klasse werden

o alltägliche Konflikte zwischen Kindern sowie Gruppenkonflikte genutzt, um

soziales Lernen anzuregen und emotionale Kompetenzen zu stärken

o die Kinder befähigt, ehrlich und mutig die eigene Meinung offen zu äußern und

die Meinungen anderer zu respektieren

o soziale Spielregeln entwickelt und deren Einhaltung auf Dauer gesichert

o Verteidigungs-Regeln erarbeitet und eingeübt, um sich ohne Gegengewalt

wehren zu können

o Rechtfertigungsstrategien konstruktiv konfrontiert und prosoziales Verhalten

anerkannt und verstärkt

o Mobbingentwicklungen gezielt bearbeitet und auf Dauer verhindert.

Konkret geht es um das Trainieren der Fähigkeiten des Abwarten Könnens, dazu zählt

Bedürfnisaufschub und etwas aushalten können. Die Grundlage dafür ist die

Übernahme von Verantwortung für das eigene Verhalten und äußert sich in

Selbstregulation bzw. Selbstkontrolle.

Des Weiteren wird immer wieder der Blick darauf gerichtet, dass jeder das Recht hat

in Ruhe zu arbeiten und, dass jeder mit jedem Arbeiten kann.

Die gemeinsame Wertebasis wird von den Menschenrechten abgeleitet:

1. Ich verletze niemanden am Körper.

2. Ich verletzte niemanden am Herzen durch Worte oder Gesten.

3. Ich respektiere das Eigentum anderer.

Beabsichtigt ist der respektvolle Umgang miteinander, die gegenseitige

Wertschätzung und der Zusammenhalt mit positiven Auswirkungen auf das soziale

Klima in der Klasse. Unsere Erfahrung der vergangenen Jahre ist, dass die positiven Beziehungserfahrungen gleichzeitig zu mehr Lernmotivation und einem verbesserten Arbeits- und Lernklima in der Schulklasse führen.

 

Säule 2: Ein das grundlegende Training ergänzender Workshop

Im Karateworkshop für die Klassenstufe 3 der Grundschule am Rain wollen wir die

Eckpunkte des Sozialtrainings vertiefen. Dafür konnten wir die Karateschule Imeri

gewinnen. Enis Imeri ergänzt mit seiner Haltung und seinem Hintergrund in seinem

Workshop zu großen Teilen die Inhalte unserer Arbeit. Es geht um das Einhalten der

Menschenrechte, Fairness und Respekt. Gleichzeitig werden die Schülerinnen und

Schüler gestärkt, durch selbstbewusstes Auftreten, sich und andere zu schützen ohne

selbst die Regeln unseres Zusammenlebens zu verletzen. Enis Imeri knüpft mit

Übungen aus dem fernöstlichen waffenlosen Kampfsport an die schulischen

Präventionsangebote an:

Wie verhalte ich mich fair?

Wie trete ich selbstbewusst auf?

Was mache ich, wenn ich geärgert oder provoziert werde?

Wie kann ich mich vor Angriffen schützen?

Welche Möglichkeiten habe ich, mich zu wehren und gleichzeitig die o.g.

Menschenrechte zu achten?

Darf ich zurückschlagen, wenn ich geschlagen werde?

Worin liegt der Unterschied zwischen Kämpfen im Sport und Kämpfen auf den

Schulhof?

Für die Workshops, an denen nahezu 100 Kinder teilnehmen, entstehen Kosten in

Höhe von 600 €. Damit diese wertvolle Ergänzung unseres Sozialen Lernens an der

Grundschule am Rain auch in Zukunft fortgeführt und etabliert werden kann, sind wir

auf eine mittel- und langfristige außerschulische Förderung angewiesen.

 

 

 

Säule 3: Eine begleitende Weiterbildung des Lehrerkollegiums

Zwei Lehrkräfte und die Schulsozialarbeit der GS am Rain wurden durch Konflikt-

KULTUR ausgebildet. So konnte das Sozialtraining während der letzten 3 Jahre an

der Schule etabliert werden.

Eine an das Schulkollegium insgesamt gerichtete Weiterbildung gewährleistet eine

fachliche Erweiterung in der Breite. Für das Schuljahr 2016/17 ist ein pädagogischer

Nachmittag mit einem Ausbildungsreferenten von Konflikt-Kultur, Alexander

Bundschuh, geplant. Dabei soll es um die Pädagogische Haltung des Konzepts gehen

in Verbindung mit dem Vortrag „Die Kunst der Grenzziehung“. Im Mittelpunkt stehen

dabei der Brückenbau in die Praxis und den Schulalltag.

Für den pädagogischen Nachmittag im Schuljahr 2016/17 entstehen für das

Referentenhonorar Kosten in Höhe von 250 €.

Mittel- bis langfristig streben wir eine jährlich wiederkehrende und aufbauende

Weiterbildung für das Kollegium in Form eines o.g. pädagogischen Nachmittags an.