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HSL – Hausaufgaben- Sprach- und Lernhilfe

 

HSL-Konzeption

(Hausaufgaben-, Sprach- und Lernhilfe)

 

 

Förderschwerpunkt, Zielgruppe und Umfang

An unserer Schule liegt der Anteil der Kinder, deren Muttersprache nicht deutsch ist bei knapp 30% (ca.100 Kinder).

Zielsetzung der HSL-Förderung ist die Unterstützung von Kindern, die im sprachlichen Bereich Schwierigkeiten oder Aufholbedarf haben. Insofern richtet sich HSL vorrangig an Flüchtlingskinder, Kinder mit Migrationshintergrund oder an solche, bei denen eine gewisse „Spracharmut“ erkennbar ist.

 

In den Nachmittagsgruppen findet neben der Betreuung der Hausaufgaben gezielte Sprachförderung statt. Diese ist ein wesentliches Element. Die HSL-Lehrkräfte schaffen vielfältige Sprechanlässe, üben mit den Kindern in spielerischer Form grammatische Strukturen ein und arbeiten so an der Erweiterung des Wortschatzes und der Verbesserung der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit. Dafür stehen den HSL-Lehrkräften eine umfassende Auswahl an Materialien, Bilderbüchern und (Lern-)Spielen zur Verfügung, die die Schule eigens dafür angeschafft hat.

In den Vormittagsgruppen arbeiten die HSL-Lehrkräfte vorrangig mit Kindern, deren sprachliche Defizite noch zu groß sind, um dem Unterricht angemessen folgen zu können.

 

HSL-Förderung erfolgt in kleinen Gruppen mit drei bis fünf Kindern. Eine HSL-Einheit am Nachmittag umfasst 90 Minuten, am Vormittag splitten wir die Einheit in zwei Gruppen zu jeweils 45 Minuten auf.

 

 

 

 

 

Anmeldung und Dauer

 

Die Kinder werden von der/von dem KlassenlehrerIn zur Teilnahme vorgeschlagen. Die Anmeldung  ist freiwillig, erfolgt durch die Eltern und gilt grundsätzlich für ein Schuljahr. Nichtsdestoweniger wird im Gespräch mit den HSL-Lehrkräften regelmäßig bewertet, ob eine weitere Teilnahme sinnvoll und zielführend ist.

Eine regelmäßige Teilnahme und Lernwille der angemeldeten Kinder wird unbedingt vorausgesetzt. Wiederholtes unentschuldigtes Fehlen sowie dauerhaft störendes Verhalten in der Gruppe führt zum Verlust des HSL-Platzes. Frei gewordene Plätze versuchen wir umgehend neu zu besetzen.

 

HSL im Schuljahr 2018/19

 

HSL gibt es an unserer Schule nun bereits im vierten Jahr. Wir starteten 2015 mit einer einzigen Gruppe. Inzwischen bieten  wir an unserer Schule 14 HSL-Gruppen an, drei davon am Vormittag, 11 an den Nachmittagen (Montag bis Mittwoch).

Um die 40 Kinder bekommen derzeit eine regelmäßige Förderung. Ca. die Hälfte der Kinder wird einmal wöchentlich gefördert,  die andere Hälfte nimmt zweimal, einige wenige Kinder nehmen sogar dreimal wöchentlich an HSL teil.

 

HSL-Lehrkräfte und deren Begleitung

 

Unsere HSL-Gruppen werden von fünf Leiterinnen geführt, die in diesem Bereich inzwischen sehr erfahren sind und regelmäßig fortgebildet werden. Bereits im dritten Jahr nehmen die HSL-Lehrkräfte alle 6-8 Wochen an einer Fortbildung mit der  erfahrenen und anerkannten Lerntherapeutin Gabriele Sziede teil. Themen dieser Fortbildungen waren beispielsweise „Leseförderung“, „Hausaufgabensituationen gestalten und begleiten“, „Typische Schwierigkeiten ausländischer Kinder beim Spracherwerb“ u.v.a.

Darüber hinaus ist die Beratungslehrerin K. Skowronek die schulische Ansprechpartnerin für die HSL-Lerhrkräfte. Sie koordiniert die Gruppen und Fortbildungen und stellt die Kontakte zu den Klassenlehrern her, sofern erforderlich.

Jede durchgeführte HSL-Einheit wird von den HSL-Lehrkräften dokumentiert.

 

Finanzierung

 

Die Finanzierung des HSL-Projektes erfolgt fast ausschließlich durch Sponsorengelder. Die Kosten für Honorare und Materialien liegen je nach Gruppenanzahl zwischen 10.500€ und 13.000€ pro Schuljahr.

Unser Dank gilt den Sponsoren der vergangenen Jahre:

-          Staatsbank Baden-Württemberg

-          Rotary-Club Wangen-Isny-Leutkirch e.V.

-          Familienstiftung Dethleffs

-          Waisenhausstiftung Siloah

-          Trude-Scerri-Stiftung

 

Die Lernfortschritte der HSL-Kinder sind für uns alle unübersehbar und wir werden uns deshalb weiter darum bemühen, dieses Erfolgsmodell am Leben zu erhalten.

 

 

K. Skowronek, 14.10.2018